Musterbeispiel einer Verwandlung

Die Wohnsiedlung Rosenhøj in der dänischen Stadt Aarhus entstand Ende der 1960er Jahre. Dank einer ambitionierten Sanierung hat die Sozialbausiedlung von einst heute einen völlig neuen Ausdruck und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Siedlung Rosenhøj wurde 2017 mit dem RENOVER-Preis als bestes Sanierungsprojekt Dänemarks ausgezeichnet.

Akustikplatten von Troldtekt als Deckenverkleidung im Wohnungsbau
Photo: Helene Høyer Mikkelsen, architect Jens Dresling/Ritzau Scanpix

Früher war Rosenhøj eine Siedlung des sozialen Wohnungsbaus, deren Mehrfamilienhäuser klotzig und monoton wirkten. Alle Häuserblöcke waren einheitlich, die Gemeinschaftsflächen bestanden vornehmlich aus Parkplätzen. Heute sind die 27 Wohnblöcke in elf Quartiere eingeteilt, von denen jedes einen eigenen Platz und Parkmöglichkeiten am Straßenrand besitzt.

Die Mehrfamilienhäuser tragen heute eine von vier unterschiedlichen Typenfassaden, was der Siedlung insgesamt ein völlig neues Bild verleiht. Die Wohnungen wurden mit Balkons ausgestattet, die mehr Interaktion mit den umliegenden Grünflächen und Wohnstraßen ermöglichen.

Dank der neuen Fassaden und der energetischen Sanierung haben die Bewohner jetzt ein besseres Innenraumklima und günstigere Heizkosten. Doch nicht nur der Wohnstandard wurde angehoben, auch das Wohlbefinden und das soziale Miteinander der Bewohner hat sich durch die Maßnahmen verbessert.

Neue Gebäude

Neben der Neugliederung und der Erneuerung der Fassaden erfolgte auch eine landschaftliche Umgestaltung, die der Siedlung Rosenhøj Zusammenhalt verleiht.

Im Zuge der Sanierung wurde rund ein Viertel der Wohnungen barrierefrei gemacht. Die betreffenden Aufgänge wurden mit Fahrstühlen ausgestattet. In diesen Treppenhäusern wurden Akustikdecken von Troldtekt eingezogen, die dem jeweiligen Aufgang ein neues Erscheinungsbild und eine bessere Akustik verleihen.

Die Fahrstuhltürme sind mit schwarz gestrichenem Holz verkleidet. In der Siedlung wurden auch Neubauten mit neuen Wohnungstypen errichtet, darunter ein mehrgeschossiger, skulptural wirkender Bau mit Jugendwohnungen und kleinere „Punkthäuser“ zwischen den Wohnblocks. Auch das Hausmeisterteam wurde in einem Ziegelhaus untergebracht, das innen mit Troldtekt ausgestattet ist.