Neues Leben in der Innenstadt

Wie die Zukunft der Innenstädte aussehen könnte, macht das CORE in Oldenburg deutlich – hier verbinden sich innovative Arbeitskonzepte mit Lifestyle und Gastronomie mit dem besten aus der Region und internationalem Streetfood.

Photo: Helene Høyer Mikkelsen, architect Jens Dresling/Ritzau Scanpix

Lange stand die ehemalige Hertie Filiale im City Center Oldenburg leer, doch seit April 2021 pulsiert auf den insgesamt 6.000 Quadratmetern dank Initiator und Architekt Alexis Angelis wieder das Leben. Die Nachnutzung des bisher stadtbildprägenden Kaufhauses bildet eine ressourcenschonende Umwandlung in ein neuartiges Zentrum für Arbeiten auf modernstem Niveau. In das Gebäude ist unter anderem die Innovationsplattform CORE eingezogen. Im Rahmen des von NEU_FUNDLAND-Projekte entwickelten Betreiberkonzepts gibt es hier auf circa 2.500 Quadratmetern moderne Coworking-Arbeitsplätze sowie Meeting- und Veranstaltungsräume und eine Markthalle mit Gastronomie.

Offen und lebendig

Im Zuge einer umfassenden Entkernung und Neustrukturierung des Grundrisses ist ein offener und lebendiger Ort für interdisziplinären Austausch und urbanes Miteinander entstanden. Großflächige Fensterfronten lassen viel Licht ins Innere und vermitteln zugleich den Eindruck von Transparenz und Verbundenheit.

Hell und modern ausgestattet ist auch die Tribüne mit drei übereinander angeordneten Sitzreihen aus Holz. Sie liegt mitten in der Markthalle, dem kulinarischen und öffentlich zugänglichen Treffpunkt des CORE, und eignet sich für öffentliche und halb-öffentliche Vorträge. Zwei Auditorien bieten zudem Platz für bis zu 250 Personen. Die flexiblen und festen Coworking-Arbeitsplätze sowie die teilweise komplett verglasten Meetingräume befinden sich im Obergeschoss, das auch Rückzugsgelegenheiten und eine Teeküche beherbergt.

Modern-urbaner Charakter

Die Innenraumgestaltung und die Möbelplanung wurden in Zusammenarbeit mit Noord Good Interior auf CORE zugeschnitten und unterstreichen mit einer Kombination aus industriellen Fabrikdecken sowie mit Materialien wie Beton, Holz, Glas und Metall den modern-urbanen Charakter des Gesamtkonzepts. Ob Lüftungskanäle, Beleuchtungsinstallationen oder Kabelbrücken, alles ist bewusst sichtbar belassen und betont den Industriecharakter. Partiell an den Decken verbaut wurden auch nicht nur gestalterisch gewinnbringende Holzwolleplatten. Gerade in den Aufenthaltsbereichen überzeugen sie durch ihre positiven akustischen Eigenschaften.