Nachhaltigkeit, Handwerk und Haptik

... sind die Leitbegriffe des jungen Architekturbüros FEM in Aarhus. Am Institut for (X) im Kunst- und Kulturzentrum Godsbanen haben die drei Studierenden hinter dem Architekturbüro FEM ihr eigenes Büro eingerichtet. Hier sollen Nachhaltigkeit, Handwerk und Haptik zu etwas Höherem verschmelzen.

Die Nachwuchsarchitekten entwarfen und bauten ihr Büro mit Blick auf minimalen Platzverbrauch und ein hohes Niveau bei Materialität und Handwerk. Dank einfachen Kniffen wie einem kleinen Niveauunterschied im Boden und einer hohen Decke wirkt der Raum liebenswert, verstärkt durch die wiederverwendeten Fenster, die ursprünglich von der Universität Aarhus stammen.

Das kleine Gebäude ist Teil der Bürogemeinschaft Institut for (X) in Aarhus, und deshalb war es notwendig, die Fläche gering zu halten und die Option zu nutzen, in die Höhe zu bauen und quasi zu „stapeln“. Der Ausgangspunkt für den Bau war ein klassischer Container, in den ein balkonartiger Gang eingebaut wurde. Das kleine Gebäude hat außerdem einen Überhang erhalten, wodurch seine Höhe von außen weniger krass wirkt.

Holz innen, außen und an der Decke

Auf 21 Quadratmetern sind im Innern eine Teeküche, ein Essbereich, ein WC, ein Schlafbereich und vier Arbeitsplätze untergebracht. Es gehört zur Philosophie des Architekturbüros FEM zu zeigen, das durchdachte Innenarchitektur und hochwertige Materialien Vorrang vor den Quadratmetern haben sollten. Wenn man sich selbst etwas einschränkt, kann man seine Energie und sein Kapital stattdessen auf Materialien und Designelemente verwenden, die lange Zeit halten. Beides ist zugleich ein Gewinn für die Umwelt.

Die verwendeten Materialien sind unbehandelt, damit das Erlebnis haptisch und körperlich spürbar wird. Das Gebäude muss genutzt und auch abgenutzt werden, damit die Patina entsteht, die aktiv verwendete Materialien entwickeln können. Akustikplatten von Troldtekt als Deckenverkleidung sind ein gutes Beispiel für die bewusste Materialwahl.

„Wir haben uns wegen des Innenraumklimas und der Akustik für Troldtekt-Platten entschieden. Die sind perfekt. Durch die Holzfasern in den Platten ist leicht zu erkennen, dass es sich um ein Naturprodukt handelt. Wir sind von der Transparenz des Materials begeistert“, sagt Frederik Ravn.

Fakten

Projekt:
Büro des Architekturgebäudes FEM am Institut for (X) im Kulturzentrum Godsbanen in Aarhus, Dänemark
Architekten:
Tegnestuen FEM
Bauherr:
Tegnestuen FEM
Troldtekt Produkte
Deckenverkleidung:
Troldtekt Akustikplatten
Farbe:
Weiß 101
Struktur:
Extrem fein (0,5 mm Holzwolle)
Kantenprofil:
5 mm Fase, K5
Montage:
Mit Troldtekt-Strukturschrauben
Text & Fotos
Text:
Helene Høyer Mikkelsen, Architektin
Fotos:
Helene Høyer Mikkelsen, Architektin