Maja entwickelt Ruhe und Selbstvertrauen bei Troldtekt

Für Maja Juul Mathiasen wurde eine Probeanstellung in der Zimmerei von Troldtekt zum Weg aus Krankheit und Stress. Jetzt hat sie eine feste Stelle in der Produktion.
Troldtekt, CSR report 2017

Für Maja Juul Mathiasen als ausgebildete Kinderpädagogin war es nicht gerade naheliegend, dass sie eines Tages Isoliermaterial zuschneiden und Gabelstapler fahren würde. Doch nach längerer Arbeitslosigkeit schlug sie bereitwillig ein, als das Jobcenter ihr eine Probeanstellung bei Troldtekt vorschlug. Zuvor war sie an der mentalen Belastung durch die vergebliche Arbeitssuche und die vielen Absagen fast gescheitert.

„Ich hatte begonnen, an meinen eigenen Fähigkeiten zu zweifeln. Und daran, ob ich überhaupt gebraucht werde“, erinnert sich Maja. „Am Ende ging es mir so schlecht, dass mich mein Arzt wegen Stress krank schrieb. Als das Jobcenter mir dann vorschlug, bei Troldtekt auf Probe zu arbeiten, war ich bereit, denn ich wollte mich wieder nützlich fühlen und eine Struktur in meinen Alltag bekommen.“

Für alle Beteiligten sinnvoll
Bei Troldtekt waren Produktionsleiter Kim Snebang und die Kollegen bereit für den Empfang. Schon früher hat Troldtekt Arbeitslose im Rahmen von Aktivierungsmaßnahmen eingestellt, und der Kontakt zum Jobcenter ist gut.

„Generell nehmen wir gern Leute, die bei uns ausprobieren möchten, welche Möglichkeiten sie zur Rückkehr auf den Arbeitsmarkt haben. Wir wollen aber sicher sein, dass wir genug Ruhe und Zeit haben, um uns um die Leute zu kümmern. Und es muss für alle Beteiligten sinnvoll sein. Für uns ist es wichtig, dass die Betroffenen etwas davon haben, bei uns zu arbeiten“, erklärt Kim Snebang.

Arbeitsruhe in der Zimmerei
Während der Probearbeitsphase war Maja in der Zimmerei beschäftigt. Hier bereitete sie Warenmuster vor, schnitt Isoliermaterial zu und leimte es auf Akustikplatten auf. Anders als in anderen Bereichen der Fabrik ist das Tempo in der Zimmerei nicht so hoch. Deshalb haben die festen Kolleginnen und Kollegen Zeit, andere zu unterstützen und einzuarbeiten.

„Meine erste Aufgabe war, Schrauben in ein Gestell einzudrehen. Das war zwar eintönig, aber genau das, was ich damals brauchte. Und die Kollegen waren sehr lieb, lobten mich und zeigten mir bei neuen Aufgaben immer, wie man das macht. Mit der Zeit wurde ich eigenständiger. Und langsam kamen meine Gesundheit und mein Selbstvertrauen zurück“, erzählt Maja.  

Obwohl es keine Garantie dafür gibt, dass aus dem Probearbeiten eine Festanstellung wird, zeigte sich bei Maja Juul Mathiasen schnell, dass sie bei Troldtekt gut hineinpasst. Sie zögerte daher nicht, die feste Stelle anzunehmen, die ihr angeboten wurde, auch wenn sie dafür die Schulbank drücken musste, um den Staplerführerschein zu machen. Denn bei Troldtekt lernte sie, dass sie die „große rote Blechkiste natürlich selber lenken kann“, wenn Platten hin- und hergefahren werden müssen.