Fallbeispiel: Zement mit klaren Umweltvorgaben

Die Zementherstellung fällt in der CO2-Bilanz von Troldtekt stark ins Gewicht.

Deshalb ist es ganz entscheidend, dass die Firma Aalborg Portland, wo der Zement für die Akustikplatten von Troldtekt hergestellt wird, kontinuierlich an der Reduzierung der Umweltbelastungen arbeitet.

Troldtekt and the environment

Der Großteil der CO2-Emissionen, die bei Troldtekt anfallen, stammt aus der Produktion des Zements, der neben Wasser und zertifiziertem Fichtenholz als Rohmaterial für die Herstellung von Holzwolleleichtbauplatten dient. Wir legen daher großen Wert darauf, dass unser Zementlieferant Aalborg Portland unsere umweltbewusste Haltung teilt.

„Für Troldtekt ist die Wahl eines Zementlieferanten, der zielgerichtet an der Reduktion seiner CO2-Emissionen arbeitet, eine sehr bewusste, strategische und entscheidende Frage“, erklärt Renate Blom, Projektleiterin für Entwicklung, Umwelt und Qualität bei Troldtekt.

Umweltbelange im Management verankert

Troldtekt und Aalborg Portland haben gemeinsam, dass ihre Umweltinitiativen von der Geschäftsleitung getragen werden und dass die ökologischen Zielsetzungen Teil der Unternehmensziele sind.

„Bei Aalborg Portland ist die Verringerung der CO2-Emissionen im Umweltmanagementsystem und in unserer Umwelt- und Energiegruppe verankert. Wir haben schon früh ein zertifiziertes Umweltmanagement eingeführt und verfügen über mehrere Umwelt- und Energiezertifizierungen, darunter ISO 14001, ISO 50001 und die europäische EMAS-Zertifizierung“, berichtet Preben Andreasen, Leiter des Bereichs Umwelt und Energie bei Aalborg Portland.

Klare Ziele für Energieeinsparungen

Jedes Jahr setzt man bei Aalborg Portland klare Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen und die effizientere Nutzung von Energie. Als übergeordnetes Ziel gilt es dabei auch, dass die Kunden von Aalborg Portland ihre eigenen Umweltziele erreichen können. Dazu entwickelt das Unternehmen unter anderem umweltgerechte Zement- und Betonprodukte und verbessert die Lebensdauer von Beton.

„Für unseren weißen Zement verarbeiten wir beispielsweise Entschwefelungsgips – ein Sekundärrohstoff, der bei der Entschwefelung der Rauchgase aus der Fabrik anfällt. Wir recyceln so unseren eigenen Entschwefelungsgips und kaufen weiteren aus den Kraftwerken der Umgebung hinzu. Deshalb müssen wir weniger Naturgips aus Kanada importieren. Leider war 2015 weniger Entschwefelungsgips verfügbar als in früheren Jahren“, sagt Preben Andersen.

Holzwolle-Leichtbauplatten im Kreislauf

Aalborg Portland bezieht auch Kunden wie Troldtekt in die Umweltarbeit ein.

„2015 haben wir mit Troldtekt eine Kooperation zur Rücknahme von Baustoffen eingeleitet. Wir hoffen, dass wir künftig HWL-Material aus Abbruchobjekten als nachhaltigen Brennstoff und Sekundärrohstoff für die Zementproduktion nutzen können. Die Herausforderung besteht darin, die Einsammlung von Baustellen und Recyclinghöfen zu organisieren, doch die Arbeit ist schon in vollem Gange“, berichtet Preben Andreasen.

Ergebnisse der Umweltarbeit bei Aalborg Portland

  • Fertigstellung einer Anlage, die die Erzeugung von 60 % der Energie für die Zementproduktion aus alternativen Brennstoffen ermöglicht.
  • Bei grauem Zement stammen derzeit 41 % der Energie aus alternativen Brennstoffen.
  • Bei weißem Zement stammen derzeit 20 % der Energie aus alternativen Brennstoffen.