Fallbeispiel: Systematische Sortierung bringt ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen

In der Produktion von Troldtekt wird jetzt besonders darauf geachtet, dass Pappe und Kunststoff nicht im selben Müllcontainer landen. Dank eines neuen Sortiersystems können wir nun besser sicherstellen, dass unsere Abfälle nach der Abfuhr korrekt entsorgt werden und so viel wie möglich davon recycelt wird.


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Schlosser Allan Madsen beteiligte sich aktiv an der Gestaltung des neuen Sortiersystems fur Abfalle.

Troldtekt, CSR - affaldshåndtering

Alte Pappkartons, leere Farbdosen, kaputte Leuchtstoffröhren und Packbänder aus PP: In der Produktion unserer Troldtekt-Akustikplatten fallen täglich viele verschiedene Arten von Abfällen an, die unterschiedliche Handhabung erfordern. Einige davon lassen sich wiederverwerten, während andere umweltgerecht entsorgt werden müssen. Früher nutzte Troldtekt mehrere Fuhrunternehmen für den Abtransport des Mülls, von dem ein Teil, z. B. Pappe, im Werk verfeuert wurde. Dieses Vorgehen war jedoch unpraktisch und wenig effektiv.
„Pappe hat ja keinen nennenswerten Brennwert. Wir haben die Pappabfälle also verfeuert, um sie loszuwerden. Dabei konnten große Pappen leicht den Brennstoffförderer blockieren“, berichtet Allan Madsen, Schlosser in der Wartungsabteilung von Troldtekt. Abfallentsorgung ist gemeinsame Aufgabe Allan Madsen und seine Kollegen trugen die Problematik der Geschäftsführung vor, und mittlerweile gibt es bei Troldtekt ein neues, umfassendes Sortiersystem. Die Abfallsortierung wurde aus mehreren Gründen eingeführt, entscheidend war jedoch das Engagement der Mitarbeiter im Umstellungsprozess, weiß Renate Blom, die die Umweltabteilung leitet.

Stets den richtigen Behälter zur Hand

Troldtekt, CSR 2016 - affaldshåndtering

Jede Abteilung in der Produktion von Troldtekt hat individuell angefertigte Abfallbehälter und -stative erhalten. Schlosserlehrling Frederik Haunstrup erhielt die Aufgabe, spezielle Halterungen für Abfallschilder Zu schweißen. Die Schilder zeigen in Wort und Bild, was in den Behälter hinein darf.
„Wir haben uns sehr bemüht, die Mülltrennung für alle leicht zu machen und die Behälter an den richtigen Orten aufzustellen. Bei den Zimmerleuten gibt es zum Beispiel viel Verpackungsmüll, bei uns Schlossern fallen Altöl, alte Rohre, Metall und Chemikalien an“, berichtet Frederik Haunstrup. „Für mich als Azubi war es spannend, dabei zu sein. Die Aufgabe, die runden Rohre für die Behälterstative zu schweißen, war eine echte Herausforderung.“

Auch die großen Mietcontainer werden von Troldtekt beschildert.
Troldtekt, CSR 2016 - Affaldshåndtering

„Mülltrennung wird nur dann ein Erfolg, wenn alle Mitarbeiter einen Sinn darin sehen. Es reicht schon, wenn ein Einzelner nicht mitzieht und Müll achtlos wegwirft, dann klappt das ganze System nicht. Deshalb war es essenziell, dass die Mitarbeiter sich aktiv beteiligt und gesagt haben, was wie sortiert werden sollte“, berichtet Renate Blom.

Sortierung schafft Überblick
Neben dem rein praktischen und ökologischen Nutzen bringt das Abfallsortiersystem auch andere Vorteile. Inzwischen holt ein einziger Betrieb den Müll ab und entsorgt ihn fachgerecht, was es für Troldtekt leichter macht zu kontrollieren, was mit den Abfällen geschieht, nachdem sie das Werk verlassen.
„Ein wichtiger Teil unserer Unternehmensstrategie ist die Wiederverwertung von so viel Material wie möglich. Wir wollen umweltgerecht handeln. Dazu gehört auch, dass wir unsere Abfallmengen datenmäßig erfassen und belegen können, was in die Verbrennung, auf die Deponie oder ins Recycling geht“, sagt Umweltchefin Blom. „Das ist jetzt deutlich leichter, wo wir einen einzigen Entsorgungspartner haben, der sich um Abfuhr, Entsorgung und Verwertung kümmert.“

Die Muldenbehälter werden mit dem Gabelstapler in die Container geleert - Handarbeit überflüssig.
Troldtekt, CSR 2016 - Affaldshåndtering

Pappe und Kunststoff lohnen sich

Kunststoffabfälle werden dezentral eingesammelt und dann in einen Container gebracht.
Troldtekt, CSR 2016 - Affaldshåndtering

Wenn Stative und Behälter voll sind, sorgt Mitarbeiter Allan Hammer dafür, dass sie in die richtigen Container geleert werden. Dabei hat er ein Auge darauf, dass alles korrekt getrennt wird. Für die gründliche Sortierung sprechen nicht nur Umweltgründe, sondern auch finanzielle.
„Ich bin hier so was wie der Platzwart auf einem Recyclinghof. Die Kollegen können mich jederzeit fragen, wenn sie mal nicht wissen, wo sie mit ihrem Abfall hin sollen. Das neue Sortiersystem funktioniert richtig gut, es passiert nur selten, dass Dinge im falschen Behälter landen“, erzählt Allan Hammer. „Klar muss man etwas mehr nachdenken im Alltag, aber alle haben verstanden, worum es geht. Die Umwelt zu schonen ist einfach vernünftig. Und mit dem neuen System bekommen wir auch noch Geld für Abfälle, die recycelt werden können, anstatt für die Abfuhr zu bezahlen. Besonders für Pappe und Plastik wird gut bezahlt, wenn alles gut vorsortiert ist.“