Materialien

Troldtekt-Akustikplatten bestehen aus Holz und Zement. Wir bei Troldtekt verwenden ausschließlich FSC® (FSC®C115450) und PEFC™-zertifiziertes Holz aus dänischen Wäldern. Und wir sind dabei, herkömmlichen Zement durch einen neuen CO2-reduzierten Zementtyp zu ersetzen.

Troldtekt-Akustikplatten bestehen aus zertifiziertem Holz, einem reinen Naturmaterial, und aus Zement, der aus dänischen Rohstoffquellen stammt. Diese beiden Bestandteile werden zur originalen Holzwolle-Leichtbauplatte mit den einzigartigen akustischen Eigenschaften.

Als Rohholz verwenden wir ausschließlich nordische Fichte aus dänischen Wäldern. Dänisches Holz ist eine erneuerbare Ressource, und es werden mehr Bäume gepflanzt als gefällt. Holz ist zudem eine CO2-neutrale Ressource, da der Baum während seines Wachstums genauso viel CO2 aufnimmt, wie während Pflege, Fällen und Transport ausgeleitet wird.

Für Troldtekt ist die Zertifizierung des Holzes und die Rückverfolgbarkeit zur Quelle ein entscheidender Punkt. Wir sind seit 2020 nach den beiden führenden Standards für verantwortungsvolle Waldwirtschaft zertifiziert: FSC und PEFC. Durch die beiden Zertifizierungen unterstützen wir die Biodiversität in den Wäldern im Einklang mit dem Ziel für Nachhaltigkeit Nummer 15 über das Leben an Land.

Strenge Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit

 

Troldtekt erhielt die FSC-Zertifizierung bereits 2013 und ist seit 2018 außerdem zugelassen, Produkte in der Kategorie „FSC 100 %“ anzubieten, was bedeutet, dass sämtliches Holz in der jeweiligen Akustikplatte den FSC-Anforderungen gerecht wird. Das stellt hohe Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit – von der Ankunft des Holzes in unserem Werk bis zur Auslieferung der fertigen Akustikplatten an die Kunden.

FSC-zertifiziertes Rohholz wird während des gesamten Produktionsprozesses sorgfältig von PEFC-zertifiziertem Rohholz getrennt. Dadurch kann jede Holzfaser in einer FSC-zertifizierten Troldtekt-Akustikplatte garantiert aus FSC-zertifizierten Wäldern stammt. Bevor wir mit der Herstellung von FSC-zertifizierten Akustikplatten beginnen, wird die Produktionslinie gründlich gereinigt.

Ergänzende PEFC-Zertifizierung

Die Nachfrage nach zertifiziertem Holz im Bauwesen ist steigend, weshalb wir bei Troldtekt entschieden haben, unsere FSC-Zertifizierung durch eine PEFC-Zertifizierung zu ergänzen. Dadurch erbringen wir gegenüber unseren Kunden den Nachweis, dass das gesamte Holz in unseren Akustikplatten aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammt.

Troldtekt war auch früher schon PEFC-zertifiziert, hat aber Anfang 2018 entschieden, sich vollständig auf die andere führende Zertifizierungsordnung, FSC, zu konzentrieren. Seither beobachten wir jedoch, dass die Nachfrage steigt und wir Schwierigkeiten haben, genügend Rohholz aus FSC-zertifizierten Wäldern in Dänemark zu beschaffen.

Deshalb haben wir 2020 beschlossen, erneut durch eine PEFC-Zertifizierung zu ergänzen, damit alle Akustikplatten zertifiziert sind. In der Praxis sind 100 Prozent des Rohholzes PEFC-zertifiziert, und ein großer Teil davon ist darüber hinaus FSC-zertifiziert, weil es aus „doppelt zertifizierten“ Wäldern stammt. Fertige Akustikplatten können nur eine der beiden Zertifizierungen tragen, weshalb unsere Kunden jetzt zwischen PEFC und FSC wählen können.

Festigkeit des Zements bringt Vorteile

Troldtekt-Akustikplatten beziehen ihre vorteilhaften Eigenschaften aus ihren Rohstoffen: Flexibilität und Atmungsaktivität aus dem Holz sowie Robustheit und Festigkeit aus dem Zement. Der Zement verleiht den Platten außerdem ihre Brandsicherheit – ohne die Verwendung irgendeiner Form von schädlichen Chemikalien. Das sind günstige und wertvolle Eigenschaften, die mit einem anderen Bindemittel als Zement schwer zu erreichen wären.

Aufgrund des Zementgehalts kann eine Troldtekt-Akustikplatte im Laufe ihrer Lebensdauer außerdem CO2 aufnehmen. Denn während der Härtung nimmt der Zement über den chemischen Prozess der Karbonisierung CO2 auf. Weil der Zement in den Holzwolle-Leichtbauplatten von Troldtekt über eine große Fläche verteilt ist, erfolgt dieser Prozess hier deutlich schneller als bei Massivbeton.

Ein deutlich geringerer Fußabdruck durch neuen Zementtyp

Andererseits wird bei der Produktion von Zement viel CO2 ausgeleitet, was ein zentraler Schwerpunktbereich bei Troldtekt ist, um den CO2-Fußabdruck so weit wie möglich zu reduzieren.

Troldtekt hat deshalb eine Akustikplatte entwickelt, bei der der Zement durch den neuen, CO2-reduzierten Zementtyp FUTURECEMTM ausgewechselt wurde. FUTURECEM ist ein patentierter Zementtyp von Aalborg Portland, der die Synergie zwischen kalziniertem Ton und Kalkfüllstoff nutzt. Dadurch lässt sich ein erheblicher Teil des gebrannten Klinkers im Zement ersetzen. Das Ergebnis ist ein um 30 Prozent geringerer CO2-Fußabdruck des Zements.

Wir stehen in einem kontinuierlichen Dialog mit Aalborg Portland, die an einer Reihe von Initiativen arbeitet, um die CO2-Emissionen weiter zu verringern. Aalborg Portland hat sich gegenüber der dänischen Regierung verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis spätestens 2050 um 70 % zu reduzieren.

Das geschieht unter anderem, indem man auf Energieeffizienz setzt, fossile Brennstoffe auslaufen lässt, Kohlenstoff bindet, den Verbrauch alternativer oder CO2-neutraler Brennstoffe erhöht, umweltfreundlichere Zementprodukte einführt und CO2-neutrale Fernwärme an mehr als 75.000 Hausstände liefert.

Neben dem Dialog mit Aalborg Portland untersuchen wir auch Bindemittel, die eine mögliche Alternative zu Zement darstellen können. Ein Beispiel sind Geopolymere, die nicht auf Kreide, sondern stattdessen auf einem Silikat-/Aluminaverbund basieren, der sich unter anderem in Asche aus Biomasse findet. In Zusammenarbeit mit dem Dänischen Institut für Feuertechnologie mit Unterstützung des Innovationsfonds untersuchen wir unter anderem, ob Geopolymere als Rohstoff in einer Troldtekt-Akustikplatte verwendet werden können, und was dazu erforderlich ist.

Erfahren Sie mehr darüber, wie wir an der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks durch Zement arbeiten