Neue EPDs von Troldtekt: Volle Transparenz bei allen Produkten

11:e jun. 2021

Berater und Bauherren können ab sofort neue Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für die verschiedenen Troldtekt-Produkte aus Holzwolle herunterladen. Die Deklarationen geben unter anderem Aufschluss über den CO2-Fußabdruck in allen Phasen des Lebenszyklus der Akustikplatten. Die EPDs sind vom deutschen Institut Bauen und Umwelt e.V. verifiziert. (IBU).

Mit einer Reihe von neuen EPDs ist es einfacher geworden, sich einen Überblick über den gesamten Umwelt-Fußabdruck der Akustikplatten von Troldtekt zu verschaffen. Dies ist nützlich, wenn Sie beispielsweise als Berater oder Bauherr Ihr Gebäude im Hinblick auf Nachhaltigkeit zertifizieren lassen möchten.

Die Auswirkungen auf die Umwelt von Rohstoffen, Transport, Herstellung, Nutzungsphase, Entsorgung und Recyclingmöglichkeiten werden in einer Lebenszyklusanalyse zusammengefasst, die in Form einer Sachbilanz und einer Wirkungsabschätzung die Grundlage für die EPD ausmachen. Aus diesem Grund sind sie ein nützliches Werkzeug für Berater und Bauherren, die Dokumentationen über Bauprodukte sammeln und bewerten müssen.

„Transparenz und Gründlichkeit sind für uns Schlüsselwörter bei der Arbeit mit den neuen EPDs. Die Analysen des Lebenszyklus unserer Produkte enthalten daher Daten über mehr als nur die obligatorischen Phasen bei einer EPD. Außerdem haben wir uns dafür entschieden, jeweils eigene EPDs für unsere verschiedenen Produkte auszuarbeiten, anstatt nur auf Durchschnittswerte zu zählen“, erklärt Vibeke Pedersen, technische Leiterin bei Troldtekt A/S.

Die Lebenszyklusanalysen selbst wurden von M. Sc. Stefan E. Danielsson erstellt, der für Aalborg Portland tätig war. Die insgesamt fünf EPDs wurden anschließend vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) verifiziert und veröffentlicht.

Neue Technologie hat zu einer Verringerung des CO2-Fußabdrucks geführt

Die neuen EPDs ersetzen die frühere Version von 2014. Seitdem hat Troldtekt einen zweistelligen Millionenbetrag (EUR) in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion mit neuer und energieeffizienterer Technologie investiert. Dies zeigt sich deutlich in einem reduzierten CO2-Fußabdruck insgesamt (Global Warming Potential).

„Der CO2-Fußabdruck insgesamt variiert zwischen unseren verschiedenen Produkttypen, hat sich aber in den ersten Lebenszyklusphasen der Akustikplatten A1–A3, die unsere Rohstoffe und die Produktion abdecken, in etwa halbiert. Das liegt unter anderem daran, dass wir seit der letzten EPD fast nur noch erneuerbare Energien in unserer Produktion nutzen“, so Vibeke Pedersen.

Die Rohstoffe in einer Troldtekt-Akustikplatte sind dänisches Holz und Zement. Die Zementproduktion emittiert recht viel CO2, während das Holz ein deutliches Gegengewicht bildet. Die Erklärung hierfür ist, dass Holz während des Wachstums Kohlendioxid bindet. Gleichzeitig bewirkt der Zement, dass eine Akustikplatte während der Nutzungsphase über den chemischen Karbonisierungsprozess CO2 absorbiert.

Großes Potenzial in zirkulären Maßnahmen

Das im Holz gebundene CO2 wird freigesetzt, wenn die Troldtekt-Platten nach dem Lebensende verbrannt werden – typischerweise nach 50-70 Jahren. Dies zeigt sich in Phase C4 der EPDs, die die Entsorgung abdeckt.

„Einige Materialhersteller geben Deponierung als Entsorgungsmethode an – d. h. der Abfall wird vergraben. Hierbei handelt es sich jedoch um eine schlechte Lösung für die Umwelt, und in Dänemark wird diese Methode nicht genutzt. Im Zusammenhang mit einer EPD allerdings führt das Deponieren zu keinem CO2-Ausstoß. Um so glaubwürdig und transparent wie möglich zu sein, haben wir die Verbrennung angegeben, obwohl sie zu einem höheren CO2-Fußabdruck in den EPDs führt“, erklärt Vibeke Pedersen.

„Wir glauben, dass es bereits in ein paar Jahren bessere Möglichkeiten dafür geben wird, dass Troldtekt-Platten am Ende ihres Lebenszyklus zum Teil einer Kreislaufwirtschaft werden. Derzeit arbeiten wir an einem Pilotprojekt, bei dem wir gemeinsam mit mehreren Gemeinden Holzwolle-Abfälle sammeln, die unter anderem als Rohstoff für neuen Zement bei Aalborg Portland verwendet werden können. Dies wird zu einem geringeren CO2-Ausstoß führen“, ergänzt sie.

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FAKTEN: Hier sind die EPDs von Troldtekt

Troldtekt hat insgesamt fünf produktspezifische EPDs entwickelt und von Dritten verifizieren lassen: