EPDs verleihen Transparenz bei allen Produkten

Fachplaner und Bauherren können die Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) für die verschiedenen Troldtekt-Produkte aus Holzwolle-Leichtbaumaterial herunterladen. Die Deklarationen geben unter anderem Aufschluss über den CO2-Fußabdruck in allen Phasen des Lebenszyklus der Akustikplatten. Die EPDs sind vom deutschen Institut Bauen und Umwelt e.V. verifiziert.

Eine Reihe von aktuellen Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) erleichtert den Überblick über die Ökobilanz der Akustikplatten von Troldtekt. Das ist nützlich, wenn Sie beispielsweise als Fachplaner oder Bauherr Ihr Gebäude im Hinblick auf Nachhaltigkeit zertifizieren lassen möchten.

Die Auswirkungen auf die Umwelt von Rohstoffen, Transport, Herstellung, Nutzungsphase, Entsorgung und Recyclingmöglichkeiten werden in einer Lebenszyklusanalyse zusammengefasst, die in Form einer Sachbilanz und einer Wirkungsabschätzung die Grundlage für die EPD ausmachen. Aus diesem Grund sind die EPDs ein nützliches Werkzeug für Bauherren und Fachplaner, die Dokumentationen über Bauprodukte sammeln und auswerten müssen.

„Transparenz und Gründlichkeit sind für uns Schlüsselwörter bei der Arbeit mit unseren EPDs. Die Analysen des Lebenszyklus unserer Produkte enthalten daher Daten über mehr als nur die obligatorischen Phasen bei einer EPD. Außerdem haben wir uns dafür entschieden, jeweils eigene EPDs für unsere verschiedenen Produkte auszuarbeiten, anstatt nur auf Durchschnittswerte zu zählen“, erklärt Vibeke Pedersen, technische Leiterin bei Troldtekt A/S.

Die Ökobilanzen selbst wurden von Stefan E. Danielsson, M.Sc., erstellt, der früher für den Zementlieferanten Aalborg Portland tätig war. Die insgesamt 12 EPDs wurden anschließend vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) verifiziert und veröffentlicht, das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung mit EPD-Danmark unterhält.

Neue Technologie senkt CO2-Bilanz

Die aktuellen EPDs ersetzen die Vorgängerversion aus dem Jahr 2014, die Troldtekt noch selbst erstellt hatte. Seither hat Troldtekt einen zweistelligen Millionenbetrag (EUR) in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion mit neuer und energieeffizienterer Technologie investiert. Dies zeigt sich deutlich in einem reduzierten CO2-Fußabdruck (Treibhauspotenzial).

Die Rohstoffe einer Troldtekt-Akustikplatte sind Holz und Zement aus Dänemark. Die Zementproduktion emittiert recht viel CO2, während das Holz ein deutliches Gegengewicht bildet. Die Erklärung hierfür ist, dass Holz während des Wachstums Kohlendioxid bindet. Gleichzeitig bewirkt der Zement, dass eine Akustikplatte während der Nutzungsphase über den chemischen Carbonatisierungsprozess weiteres COabsorbiert.

„Nachdem wir Troldtekt-Akustikplatten auf der Basis des umweltfreundlicheren Zementtyps FUTURECEM™ eingeführt haben, sinkt die CO2-Bilanz für diese Platten erheblich – und liegt in Phase A1-A3 tatsächlich unter Null, weil das Holz während des Wachstums mehr CO2 aufnimmt, als es bei der Zementproduktion abgibt. 

Großes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft

Das im Holz gebundene CO2 wird freigesetzt, wenn die Troldtekt-Platten nach dem Lebensende verbrannt werden – typischerweise nach 50-70 Jahren. Dies zeigt sich in Phase C4 der EPDs, die die Entsorgung abdeckt.

„Einige Materialhersteller geben Deponierung als Entsorgungsmethode an – d. h. der Abfall wird vergraben. Hierbei handelt es sich jedoch um eine schlechte Lösung für die Umwelt, und in Dänemark wird diese Methode nicht genutzt. Im Zusammenhang mit einer EPD allerdings führt das Deponieren zu keinem CO2-Ausstoß. Um so glaubwürdig und transparent wie möglich zu sein, haben wir die Verbrennung angegeben, obwohl sie zu einem höheren CO2-Fußabdruck in den EPDs führt“, erklärt Vibeke Pedersen.

„Wir glauben, dass es bereits in ein paar Jahren bessere Möglichkeiten dafür geben wird, dass Troldtekt-Platten am Ende ihres Lebenszyklus zum Teil einer Kreislaufwirtschaft werden. Wir arbeiten an einem Pilotprojekt, bei dem wir gemeinsam mit mehreren dänischen Kommunen Holzwolle-Leichtbauabfälle sammeln, die unter anderem als Rohstoff für neuen Zement bei Aalborg Portland verwendet werden können. Dies wird zu einem geringeren CO2-Ausstoß führen“, ergänzt sie.

Die EPDs von Troldtekt herunterladen

Separate EPDs für 12 Produkte

EPD steht für Environmental Product Declaration, zu Deutsch Umwelt-Produktdeklaration. Sie ist ein Werkzeug für Akteure am Bau, die die Umweltauswirkungen der verschiedenen Baustoffe kennen müssen. Troldtekt hat insgesamt 12 produktspezifische EPDs entwickelt, die die europäische Norm EN15804+A1 erfüllen. 

Diese Produkteigenschaften werden in den verschiedenen EPDs berücksichtigt:

  • Stärke der Akustikplatten (25 oder 35 mm)
  • enthaltener Zementtyp (herkömmlich oder FUTURECEM)
  • Zementfarbe in den Akustikplatten (weiß oder grau)
  • Farbanstrich vorhanden oder nicht

> EPDs von Troldtekt zum Abrufen auf www.troldtekt.dk

Voller Überblick über die Ökobilanz

In den EPDs von Troldtekt werden die Lebenszyklusphasen A1–A3, A4–A5, B1, C1–C2, C4 und D dargestellt. Beim Vergleich mehrerer Produkte ist es wichtig, jeweils dieselben Phasen zu bewerten.

Siehe die folgende Tabelle.

Die Darstellungen zeigen die CO2-Bilanz von Troldtekt-
Akustikplatten auf Basis von herkömmlichen Zement und
von FUTURECEM in den verschiedenen Lebenszyklusphasen.
FUTURECEM führt zu einer negativen CO2-Bilanz
in den Phasen A1 bis A3, weil das Holz in den Platten
während des Wachstums mehr CO2 aufnimmt, als bei
der Zementherstellung, dem Rohstofftransport und der
Herstellung der Akustikplatten insgesamt emittiert wird.

In der Nutzungsphase (Phase B) ist die CO2-Bilanz bei allen
Troldtekt-Akustikplatten negativ, weil diese auf dem Weg
der Carbonatisierung weiteres CO2 aus der Atmosphäre
absorbieren. Weil das HWL-Material von Troldtekt bei der
Verbrennung Energie liefert, die den Energieinhalt fossiler
Brennstoffe ersetzen kann, fällt der CO2-Fußabdruck auch
beim Rückgewinnungspotenzial negativ aus.