Troldtekt, EPD Norway Logo

Umweltprodukt-Deklaration (EPD)

Die Umwelt-Produktdeklaration (EPD) für Troldtekt wurde vom Dänischen Technologischen Institut (Teknologisk Institut) erstellt, vom norwegischen Institut SINTEF Building and Infrastructure als unabhängigen Dritten verifiziert und bei EPD Norwegen eingetragen.

Die Umwelt-Produktdeklaration von Troldtekt, EPD (Environmental Product Declaration), wurde nach der neuen europäischen Norm CEN EPD EN 15804 ausgearbeitet und beruht auf tatsächlichen Zahlen aus dem Produktionsfluss von Troldtekt. Die Umwelt-Produktdeklaration dient der Sichtbarmachung von Troldtekts Umweltprofil und bietet mehr Transparenz.

Troldtekts Umweltprodukt-Deklaration (EPD) herunterladen.

 

Warum EPD?

Mit 1. Juli 2013 trat die neue EU-Bauproduktenverordnung (CPR) in Kraft. Die Bauproduktenverordnung (CPR) ersetzt die Bauproduktenrichtlinie (CPD), wobei, und dies ist neu, die EU-Kommission mit der „7. Anforderung“ der Bauproduktenverordnung von den Herstellern eine Dokumentation Ihrer Produkte unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit verlangt.

Troldtekt begrüßt diese Entwicklung, weshalb wir eine Umwelt-Produktdeklaration erstellt haben, die den Fokus auf die Umweltauswirkungen der Akustikplatten von Troldtekt „von der Wiege bis zum Werkstor“ richtet, also den gesamten Produktionsprozess umfasst. Die Umwelt-Produktdeklaration wurde nach der neuen europäischen Norm CEN EPD EN 15804 erstellt.

Die Umwelt-Produktdeklaration soll es Beratern und Bauherren erleichtern, Angaben zu Umwelteigenschaften von Produkten auch international innerhalb der EU miteinander vergleichen zu können. Die Grundanforderung Nr. 7 über die Dokumentation der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen ist nun in den verschiedenen Produktnormen im Zuge der alle fünf Jahre vorzunehmenden Überarbeitung der Normen durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) zu implementieren. Deshalb können leider mehrere Jahre vergehen, bis die neuen Anforderungen vollständig implementiert sind.

Bis dahin wird die Vergleichbarkeit eine Herausforderung darstellen, da viele ältere Umweltdeklarationen nach ISO 14025 ausgearbeitet wurden, die sich nicht spezifisch an Bauprodukte richtet und in hohem Maße „Methodenfreiheit“ gewährt.

Tatsächliche und generische Daten

Eine Umwelt-Produktdeklaration hat so weit wie möglich auf spezifischen, konkreten Produktdaten zu beruhen, sie kann sich aber auch generischer Daten bedienen, die auf regionalen, nationalen oder globalen Durchschnittsdaten aus Datenbanken und Nachschlagewerken beruhen. Die Umwelt-Produktdeklaration von Troldtekt beruht weitestgehend auf konkreten Zahlen aus der Produktion wie im nachfolgenden Flow-Diagramm abgebildet:

Was beinhaltet eine EPD?

Eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) muss verifizierbare, präzise und nicht-irreführende Umweltangaben zu einem Produkt und dessen Anwendung enthalten. Die Angaben können jedoch teilweise auf generischen und nicht spezifischen, konkreten Daten beruhen. Eine Umwelt-Produktdeklaration ist kein Qualitätszeichen und sagt nichts darüber aus, inwieweit ein Produkt umweltfreundlich oder umweltschädlich ist. Ebenso wenig ist es als Garantie für ein umweltfreundliches Produkt zu verstehen. Für Bauherren und Berater wird es aber durchschaubarer, die Auswirkungen verschiedener Produkte auf die Umwelt zu vergleichen.

Eine Umwelt-Produktdeklaration gemäß EN 15804 muss Angaben zu den folgenden sieben Umweltauswirkungen enthalten:

1. Treibhauspotential (CO2-Äquivalent)
Auch „CO2-Fußabdruck“ genannt, wird als CO2-Äquivalent angegeben. Gilt als primärer Faktor für die Klimaveränderung.

2. Ozonabbaupotential (CFC-11-Äquivalent)
Wird in der Einheit Fluorchlorkohlenwasserstoff-11-Äquivalent angegeben, aber auch Lachgas sowie andere Verbindungen werden im CFC11-Äq. berücksichtigt. Durch den Abbau der Ozonschicht wird weniger schädliche Sonnenstrahlung absorbiert.

3. Versauerungspotential (SO2-Äquivalent)
Wird in der Einheit Schwefeldioxid-Äquivalent (SO2-Äq.) angegeben. Wird durch Schwefeldioxidausstoß in die Atmosphäre verursacht, der den Säuregehalt z. B. im Wasser erhöht.

4. Eutrophierungspotential (PO4-Äquivalent)
Wird in der Einheit Phosphat-Äquivalenten (PO4-Äq.) angegeben. Verursacht aufgrund von Nebenprodukten aus Landwirtschaft, Industrie und Haushalt Algenwachstum in Seen usw. „Überdüngung“ führt zu Sauerstoffschwund und wird vor allem durch Nitrate und Phosphate verursacht.

5. Bildungspotential für troposphärisches Ozon (Ethen/Ethylen-Äquivalent)
Wird in Ethen/Ethylen-Äquivalenten ausgedrückt. Die Bildung von bodennahem Ozon, auch Sommersmog, Photosmog oder Ozonsmog genannt, wird durch Lösungsmittel und den Ausstoß von Abgasen aus Fahrzeugen und Kraftwerken verursacht. Ozon verursacht bei Menschen Reizungen und Krankheiten der Atemwege. Ozon verursacht auch Waldschäden und Schäden für die Landwirtschaft.

6. Potential für den abiotischen Abbau nicht fossiler Ressourcen (Sb-Äquivalent)
Wird in der Einheit Sb-Äquivalent angegeben. Sb ist ein Grundelement, das Antimon oder auch Stibium genannt wird. Nichterneuerbare Ressourcen wie Metalle, Mineralien, Gestein, Kies, Erdreich etc.

7. Potential für den abiotischen Abbau fossiler Brennstoffe (MJ)
Die Einheit dafür ist MJ, spezifischer/unterer Heizwert.