Troldtekt, Product life cycle

Recycling

Holzwolle-Leichtbauplatten von Troldtekt lassen sich kompostieren und als Bodenverbesserungsmittel in die Natur zurückführen. Der Zementanteil der Troldtekt-Platten hat einen hohen Kalkgehalt, der einen Teil der Säuren neutralisiert, die beim Kompostieren entstehen. Das Holz in den Troldtekt-Platten ist organisches Material und sorgt dafür, dass der Kompost nicht zusammenfällt, was zu einer besseren Durchsetzung mit Sauerstoff führt. Auf diese Weise werden Kohlenstoff und Nährstoffe im biologischen Kreislauf recycelt.

Dank der Cradle to Cradle-Zertifizierung ist gewährleistet, dass die in Troldtekt enthaltenen Materialien klar definiert und schadstofffrei sind. Deshalb können Produktionsabfälle von Troldtekt problemlos in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Früher behandelten wir unsere Produktionsabfälle als einen einzigen Abfalltyp. Um die in den Abfällen enthaltenen Ressourcen auf dem höchstmöglichen Wertniveau nutzen zu können, trennen wir sie heute in verschiedene Abfalltypen, die unterschiedlich verwendet werden. Mit dieser Herangehensweise können wir verschiedene Lösungen testen und das Verhalten in den biologischen und technischen Kreisläufen erproben. Das Ziel lautet, einige dieser Lösungen langfristig auch auf Bau- und Abrissabfälle anzuwenden, also auch auf ausgediente Troldtekt-Platten.

Im biologischen Kreislauf arbeiten wir mit verschiedenen Lösungen, die unseren HWL-Abfällen eine weitere Funktion – einen weiteren Lebenszyklus – verleihen, bevor sie als Bodenverbesserungsmittel enden.

Troldtekt-Abfälle von Baustellen in Form von Verschnitt und Resten fabrikneuen Materials lassen sich ebenfalls problemlos in den biologischen Kreislauf zurückführen. Hier liegt die einzige Herausforderung darin, Branchenakteure zu finden, die sich in der Lage sehen, auf dieser Grundlage ein gangbares Geschäftsmodell aufzubauen.

Holzwolle-Leichtbauplatten von Troldtekt haben eine sehr lange Lebensdauer von etwa 50 bis 70 Jahren, und ausgediente HWL-Platten lassen sich heute nicht ohne Risiko in den natürlichen Kreislauf zurückführen. Das liegt daran, dass nur eine umfangreiche umwelttechnische Untersuchung Auskunft darüber gibt, ob die Platten während ihrer Nutzungsdauer eine Oberflächenbehandlung (z. B. Anstrich) erhalten haben. 

Im Jahr 2018 haben wir gemeinsam mit dem Zementhersteller Aalborg Portland ein Pilotprojekt initiiert, bei dem Produktionsreste aus der Abkanthalle unserer Fertigungsanlage in den technischen Kreislauf der Herstellung von neuem Zement zurückgeführt werden. Das in den Produktionsresten enthaltene Holz trägt zur besseren Verbrennung bei (Energie), während der Zement als Rohstoff in den neuen Zement eingeht. Die Produktionsreste werden mit den Zementtransportern von Aalborg Portland befördert, die ansonsten im Anschluss an eine Zementlieferung nach Troldhede leer ins Zementwerk zurückfahren würden.

Die Zementherstellung ist ein thermischer Prozess, bei dem etwaige Oberflächenbehandlungen ausgedienter HWL-Platten (z. B. Anstriche) unschädlich gemacht werden. Diese Lösung ist perspektivisch also auch für Abbruchabfälle aus Troldtekt-Material geeignet.

Wir arbeiten am Aufbau ähnlicher Partnerschaften in ausgewählten europäischen Märkten.

Troldtekt fördert nicht die Wiederverwendung gebrauchter Holzwolle-Leichtbauplatten. Die Platten sind jedoch sehr robust und werden meist mit Schrauben befestigt, was die Demontage einfach macht. Sie lassen sich also oft gut wiederverwenden.

Im Zusammenhang mit Projektverträgen bietet Troldtekt besondere Servicevereinbarungen an. Mit einer solchen Rücknahmevereinbarung verpflichtet sich Troldtekt, die gelieferten Platten beim Kauf von neuen Troldtekt-Platten zurückzunehmen.

Bislang werden Rücknahmevereinbarungen allerdings nur in Dänemark angeboten. 

Die größten Umweltvorteile bietet die Maximierung der Lebensdauer der Troldtekt-Platten. Gleiches gilt für die Entsorgung im biologischen oder technischen Kreislauf gegenüber der Verbrennung.

Die Verbrennung bietet sich jedoch dort als Möglichkeit an, wo Deponie die einzige Alternative wäre. Das Lagern auf einer Deponie ist die ökologisch schlechteste Lösung für eine Entsorgung nach Ablauf der Lebensdauer.

 

 

Recycling-Anweisung